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search/README.md
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2026-10-09 16:42:15 +02:00

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# search
das komplette serverjonas search
- `crawler.py` – PostgreSQL-Crawler, baut den Suchindex auf
- `launcher.py` – startet/überwacht den Crawler und rollt Updates aus (siehe unten)
- `search/` – Suchmaschine darüber (CLI + HTTP-API + Weboberfläche, Port 8083),
siehe [search/README.md](search/README.md)
- `web/` – Statistik-Webseite (Port 8081, `jonassearch-stats.service`)
- `priorityweb/` – Vorschlagsverfeinerer (Port 8082, `jonassearch-priority.service`)
- `search/jonassearch-engine.service` – systemd-Unit für die Suchmaschine
(Port 8083, `jonassearch-engine.service`)
- `fix_pages_search_vector_trigger.sql` – einmalig laufen lassen: kappelt den Text,
der im DB-Trigger `pages_search_vector_update()` in `to_tsvector()` einfließt
(Postgres hartes Limit: 1.048.575 Bytes pro `tsvector`)
## Sehr große Seiten / tsvector-Limit
PostgreSQL begrenzt einen einzelnen `tsvector`-Wert hart auf 1.048.575 Bytes
(nicht konfigurierbar). Der Trigger `pages_search_vector_update()` baut diesen
aus der `content`-Spalte – Seiten mit sehr viel Text (beobachtet: ~2 MB, z. B.
`pkg.go.dev/...?tab=importedby`) haben den Insert dadurch mit
`ProgramLimitExceeded` abgebrochen und alle Worker crashen lassen.
Dagegen wirken drei Maßnahmen zusammen:
1. **DB-Trigger (empfohlen, einmalig einspielen):**
`fix_pages_search_vector_trigger.sql` ersetzt die Trigger-Funktion so, dass
nur die ersten 200.000 Zeichen in `to_tsvector()` einfließen. Der volle Text
bleibt in `content` gespeichert, nur der Suchindex ist gekürzt. Vor dem
Einspielen die eigene Funktions-Version prüfen:
`SELECT prosrc FROM pg_proc WHERE proname = 'pages_search_vector_update';`
2. **Im Crawler:** `save_page()` kappelt den Inhalt vor dem Insert zusätzlich
auf `CONTENT_INDEX_MAX_CHARS` (200.000 Zeichen) – wirkt sofort, auch ohne
Trigger-Fix. Überlange Seiten werden dann normal gespeichert.
3. **Fehlerbehandlung:** Sollte der Insert trotzdem an einem Datenbank-Limit
scheitern, fängt der Worker `ProgramLimitExceeded` ab, loggt die URL als
Warnung, rollt die Transaktion zurück, markiert den Queue-Eintrag als
`failed` (kein endloses Wiederholen) und läuft weiter, statt zu sterben.
Zusätzlich werden bekannt wertlose URLs (`pkg.go.dev/...?tab=importedby` –
Megabyte-große reine Rückverweis-Listen) über `SKIP_URL_PATTERNS` schon vor dem
Fetch übersprungen und als `done` markiert.
## Domain-Switching / Block-Handling
Der Crawler wartet nie auf einer langsamen oder blockierten Domain:
1. **Claim mit Host-Check:** Beim Holen des nächsten Queue-Eintrags prüft der
Worker pro Kandidat (Prioritätsreihenfolge, bis zu
`JONASSEARCH_CLAIM_SCAN_LIMIT` Kandidaten), ob der Host gerade crawlbar ist
(Per-Host-Delay aus robots.txt bzw. `JONASSEARCH_DELAY`, aktive
Backoff-Sperre). Nicht crawlbare Hosts werden übersprungen – der Worker
arbeitet automatisch auf einer anderen Domain weiter und kehrt zurück,
sobald der Host wieder darf. Ist gerade gar kein Host crawlbar, schläft
der Worker bis zum frühesten freigegebenen Host (gekappet bei
`JONASSEARCH_MAX_IDLE_SLEEP`, dann wird neu gescannt).
2. **Backoff bei Blocks:** HTTP 429/5xx/403/401 und Netzwerkfehler setzen den
Host auf exponentielles Backoff (z. B. 429: 60 s, sich verdoppelnd bis
30 min; 403/401: 10 min bis 2 h). Ein `Retry-After`-Header wird zusätzlich
beachtet. Bei einem erfolgreichen Fetch zählt der Zähler wieder von vorn.
3. **Retry statt Verlust:** Transiente Fehler (429/5xx/Netzwerk) werden
wieder in die Queue gestellt (`pending`) statt endgültig `failed` –
begrenzt durch `JONASSEARCH_MAX_ATTEMPTS` (Standard 5), damit dauerhaft
kaputte Hosts nicht ewig rotieren. Wartezeiten größer als
`JONASSEARCH_MAX_INLINE_WAIT` (z. B. großer robots-crawl-delay) werden
nicht inline geschlafen: das Item wird ohne Versuchs-Zählung zurückgestellt
und solange eine andere Domain gecrawlt.
## Nicht crawlbare Ziele (localhost, IPs, nicht-echte Domains)
Der Crawler folgt nur echten, öffentlich auflösbaren Domains. Bereits in
`normalize_url()` werden abgelehnt und nie in die Queue gestellt:
- `localhost`, `*.localhost`, `localhost.localdomain`, `*.local`, `*.internal`
- reine IP-Adressen als Host (IPv4 und IPv6, z. B. `127.0.0.1`, `http://[::1]/`)
- Hostnamen ohne Punkt (Einzel-Labels wie `http://myserver/` – LAN-Namen)
Alte Queue-Einträge mit solchen Hosts werden beim Zugriff als `done`
markiert und nicht mehr geholt. Zeigt der Start-URL auf so einen Host,
beendet sich der Crawler mit einem klaren Fehler (Exit 1) statt endlos
zu rotieren.
## Rolling Updates (Generation-Mechanismus)
Zentrale Tabelle (eine Zeile, `id = 1`):
```sql
CREATE TABLE IF NOT EXISTS deployment_state (
id INTEGER PRIMARY KEY,
generation BIGINT NOT NULL,
required_version INTEGER NOT NULL
);
```
**Ablauf:**
1. Einmalig initialisieren: `python3 crawler.py --init-deployment`
2. Launcher starten: `python3 launcher.py` (startet + überwacht den Crawler)
3. Neue Version verteilen:
- Neue `crawler.py` mit erhöhter `JONASSEARCH_CRAWLER_VERSION` bereitstellen
(Update-Quelle im `.env` setzen oder Datei nach `releases/<VERSION>/crawler.py` legen)
- `python3 launcher.py --check-update`
→ neue Version wird gestaget → geprüft (`--self-update`) → aktiviert
→ **erst dann** wird die Generation in PostgreSQL erhöht (`--update-deployment`)
4. Alle laufenden alten Crawler merken das beim nächsten sicheren Punkt
(vor jedem relevanten Commit bzw. spätestens nach
`JONASSEARCH_UPDATE_CHECK_SECONDS` im Hintergrund-Check),
rollen ihre offene Transaktion sauber zurück und beenden sich mit
**Exit-Code 42** – nie mitten in einer Transaktion, kein hartes Killen.
5. Der jeweilige Launcher erkennt 42 und startet die bereits bereitgestellte
neue Version, die die neue Generation beim Start liest.
Exit-Codes des Crawlers: `0` = normal beendet, `1` = Fehler/Crash,
`42` = ausschließlich „Update erforderlich".
Nützliche Befehle:
```bash
python3 crawler.py --version # installierte Version
python3 launcher.py --status # Generation + Versionen anzeigen
python3 crawler.py --self-update 2 # gestagte Release prüfen (ohne zu aktivieren)
python3 crawler.py --update-deployment 2 # Generation+1 und required_version=2 setzen
```